„NRW bleib sozial!“: Auch Bonn und Region demonstrierte vor dem Landtag

Gemeinsam stark vor dem Landtag NRW: Team aus der Lukaskirchengemeinde Bonn (Foto: S. Franken)

Ein Meer von grünen Luftballons und viele starke Stimmen auch aus evangelischen Einrichtungen aus Bonn und der Region, aus Kitas, Jugendzentren, aus der der Diakonie.

Am Donnerstag demonstrierten Tausende aus sozialen Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege in NRW vor dem Landtag in Düsseldorf.

Sie wissen, um was es geht: das Team der Evangelischen Fachberatung Kindertagesstätten auf der Demo in Düsseldorf (Foto :privat)

Unter dem Motto „NRW bleib sozial!“ ging es gegen die Reduzierung von Öffnungszeiten, die Schließung von Angeboten und drohende Insolvenzen. Angesichts von immensen Kostensteigerungen hat das „leise Sterben der sozialen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen“ längst begonnen, so die Botschaft.

Mit dabei unter anderen auch das Team der Evangelischen Fachberatung der Kindertagesstätten Bonn Silvia Franken, Stefanie Fischer und Dennis Niebergall, Mitarbeitende aus der Kindertagesstätte der Lukaskirchengemeinde Bonn sowie der Diakonie Bonn und Region.

Personalkosten und Lücken kaum noch auszugleichen

Dass das System der Wohlfahrtspflege steht erheblich unter Druck. Die Lage zum Beispiel in den Kindertagesstätten ist an vielen Orten mehr als prekär. Allein in NRW fehlen bis zu 100.000 Plätze, beim Personal Tausende.

Plakative Frage, die eine verlässliche Antwort fordert. Bild von der Demo „NRW bleib sozial!“ am 19. Oktober vor dem Landtag (Foto: S. Franken)

Das Land NRW habe zwar zugesagt, eine Überbrückungshilfe von 100 Millionen Euro in den Haushalt zu schreiben und versprochen, die Erhöhung von Pauschalen vorzuziehen, heißt es. Ein wichtiges Signal, doch an dem grundsätzlichen Problem ändert sich damit nicht wirklich, so die Wohlfahrtsverbände. Laut Sabine Pott von der Evangelischen Kirche im Rheinland werden Finanzierungen bei den Kitas immer erst anderthalb Jahre später angepasst und die Kita-Träger müssten daher regelmäßig Finanzierungslücken ausgleichen. Die Problematik der zeitlichen Verzögerung verschärfe sich drastisch durch die derzeitige Inflation und die gestiegenen Personalkosten, so Sabine Pott. Sie spricht für die 1.750 evangelischen Kitas in NRW, denen aktuell 125 Millionen Euro fehlen.

Weitere Infos folgen.

Positionen und Anliegen auch hier: https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/nrw-bleib-sozial/einfuehrung

(19.10.2023 / ger)

Gemeinsam stark: Team aus der Lukaskirchengemeinde Bonn (Foto: S. Franken)

  • 19.10.2023
  • Red
  • Red